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STS – Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung

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News

6.7.2015

Publikation zu Mensch und Umwelt

Magdalena Wicher, Mitarbeiterin im Forschungsbereich Frauen – Technik – Umwelt am IFZ und Vorstandsmitglied im Verein Netzwerk Psychologie und Umwelt, veröffentlichte mit anderen österreichischen Umweltpsycholog*innen einen Beitrag in der aktuellen Schwerpunktausgabe zum Thema „Gestaltung und Umwelt“ der Zeitschrift "Psychologie in Österreich" (PiÖ). Im Artikel mit dem Titel „Mensch und Umwelt: Umweltpsychologische Forschung in Österreich“ wird ein Überblick über die aktuelle Lage der Umweltpsychologie in Österreich gegeben sowie ein Einblick in diverse Anwendungs- und Forschungsfelder umweltpsychologischer Themen und Fragestellungen.

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26.6.2015

GenderTime @ Gender and Education Conference in London

Das IFZ-Team des EU-Projektes GenderTime (im Foto von links nach rechts: Magdalena Wicher, Birgit Hofstätter, Anita Thaler, Thomas Berger) nahm von 24. bis 26. Juni an der Gender and Education Conference an der University of Roehampton in London teil. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Forschungsbereichs Frauen - Technik -Umwelt hielten insgesamt vier Vorträge zum Themenkomplex "Knowledge Transfer about Gender Equality in Science and Technology" (anknüpfend an das Arbeitspaket, das Anita Thaler in GenderTime leitet). Thalers und Hofstätters letzter Vortrag am Freitag, 26. Juni 2015 ("Implementing gender equality actions: triggering learning processes in organisational contexts") thematisierte GenderTime explizit, um Instrumente organisationellen Lernens aufzuzeigen.

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25.6.2015

Anna Schreuer als Referentin zu Sommeruniversität nach Osch, Kirgisistan, eingeladen

Anna Schreuer wurde als Referentin zur Sommeruniversität „Zukunftsdialog Bürgerenergie – Konfliktprävention durch Partizipation“ in Osch, Kirgisistan eingeladen. Zwanzig Studierende aus Aserbaidschan, Deutschland, Kirgisistan, Tadschikistan und der Ukraine setzten sich im Rahmen dieser Sommeruniversität vom 5. bis 14. Juni 2015 mit dem Potenzial lokaler, partizipativer Ansätze in der Energiewirtschaft für die Prävention von Konflikten auseinander. Anna Schreuer hielt an der Sommeruniversität einen Workshop zum Thema „Bürgerenergie als Chance!“, in dem sie die Studierenden mit verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung im Bereich erneuerbarer Energien vertraut machte. Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops lag auf Bürgerkraftwerken und deren Potenzial in Deutschland und Österreich, sowie in den Herkunftsländern der Studierenden. Die Sommeruniversität fand unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Herbes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen statt und wurde vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst finanziert.

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24.6.2015

IAS-STS Fellowship Programme 2016-2017

Für das IAS-STS Fellowship Programme 2016-2017 (Aufenthalt zwischen 1. Oktober 2016 und 30. Juni 2017) kann man sich ab sofort bis 31.12.2015 bewerben, und zwar als Research Fellow oder Visiting Scholar. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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15.5.2015

STS Conference 2015

Herrliches Wetter, das wunderschöne Ambiente des Meerscheinschlössls und ReSoWis sowie spannende Beiträge und Diskussionen machten die STS Conference Graz 2015 von 11. bis 12. Mai zu einem besonderen Ereignis.

Wir möchten uns bei den insgesamt rund 180 Teilnehmenden herzlich bedanken.

Fotos von der Konferenz finden Sie hier, das Book of Abstracts sowie die Proceedings sind online!

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1.5.2015

Wissenschaftskommunikation auf neuen Wegen

In vielen Ländern, insbesondere in Österreich, gibt es eine Kluft zwischen Wissenschaft und der Bevölkerung. Um diese zu überbrücken, machen sich immer mehr Forscherinnen und Forscher neue Informations- und Kommunikationstechnologien zunutze und verbreiten wissenschaftliche Themen über YouTube, Facebook, Twitter etc. oder eigene Blogs.

Im Interview mit der Zeitschrift der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt UNISONO erzählt der Soziologe Joachim Allgaier, Mitarbeiter am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung am Standort Klagenfurt, welche Plattformen für Wissenschaftskommunikation nützlich sind und wie sie zum Einsatz kommen.

Interview als PDF

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30.4.2015

Das IFZ war Teil eines erfolgreichen Projekts „RFID-Q“ der TU Graz, mit dem Ziel, das Stärkefeld der Region durch eine strukturierte Vernetzung zu entwickeln

In der Steiermark wurde ein großer Teil der weltweit verwendeten RFID-Chips entwickelt, die etwa in Reisepässen zum Einsatz kommen. Die Schulungs- und Vernetzungsaktivitäten des Projekts „RFID-Q“ zielten darauf ab, mehr Wertschöpfung in die Region zu bringen. Dazu wurde von der TU Graz Life Long Learning gemeinsam mit FH Campus 02, Evolaris, Joanneum Research und IFZ ein umfangreiches Schulungsprogramm angeboten, das von relevanten Ingenieursdisziplinen bis zu soziokulturellen Aspekten zunehmender Vernetzung reichte. Klein- und Mittelunternehmen und Konzerne wie AVL List, Voest, NXP oder Infineon wurden zusammengebracht, um mit neuen Projekten mehr Wertschöpfung in die Region zu bringen.

Mehr dazu finden Sie im FFG-Jahresbericht 2014.

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21.4.2015

Anita Thaler als Expertin nach Lissabon eingeladen

Anita Thaler wurde von 30. März bis 1. April vom genderSTE COST Targeted Network als Expertin nach Lissabon zu einem Workshop über „ENGENDERING STEM DISCIPLINES – Structural change in Academia: recruitment, retention, promotion and leadership of women” eingeladen, um für den Round Table zu “What do we know about women and structural change in engineering and other technical fields? State of the art” einen Vortrag zu halten. Thaler präsentierte in ihrem Vortrag „Careers in engineering and technology research in Europe: Quo vadis gender equality?” Ergebnisse aus 10 Jahren europäischer Forschung zu Geschlechtergerechtigkeit in Naturwissenschaft und Technik. Dabei verwies sie insbesondere auf das aktuell laufende EU-Projekt GenderTime, in dem Gleichstellungsmaßnahmen in Forschungsorganisationen nicht nur empfohlen, sondern auch implementiert und begleitevaluiert werden, und darüber hinaus das im Projekt gewonnene Wissen über das von ihr geleitete Arbeitspaket „Knowledge Transfer“ systematisch (innerhalb der teilnehmenden Institutionen, mit anderen Institutionen und auch auf Policy-Ebene) geteilt wird.

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13.4.2015

Definitely Not „Better“: die verstecken Kosten des Erfolgs von Apple

@ James Palik

Die amerikanische Soziologin Nicki Lisa Cole – sie ist zur Zeit Research Fellow am Grazer Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society, zeigt in ihrem Artikel "Definitely Not 'Better: The Hidden Costs of iPhone 6" am Beispiel der Firma Apple, dass entgegen allen öffentlichen Beteuerungen sozialer Verantwortung, Transparenz und Kooperation mit unabhängigen Organisationen in den meisten, vorwiegend chinesischen Fabriken, die in der Versorgungskette für Apple-Produkte arbeiten, weiterhin die wichtigsten Arbeitsschutz- und Arbeitsrechtbestimmungen verletzt werden. Entgegen den Versprechungen von Apple, sichere und faire Arbeitsbedingungen für alle in der Versorgungskette Tätigen zu gewährleisten und nur „konflikt-freie“ Rohstoffe zu verwenden, findet die Ausbeutung von „iSlaves“ kein Ende und kann die Herkunft der Rohstoffe aus konfliktfreien Versorgungsketten nicht nachgewiesen werden. Aber auch die Werbung, die unaufhörliche Aufmerksamkeit der Medien und die kollektive, scheinbar unersättliche Nachfrage nach neuen elektronischen Produkten tragen dazu bei, dass die Kriterien sozialer und ökologischer Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Produktion digitaler Technik keine Umsetzung finden.

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31.3.2015

Ring-Vorlesung(-Übung) im SS15: Que(e)rschnitt|materie! Queer-feministische Technik- und Wissenschaftsforschung

Die Lehrveranstaltung „Que(e)rschnitt|materie“ beschäftigt sich mit Science, Technology and Society Studies (STS) aus queerer Perspektive. Im ursprünglichen Sinn bezieht sich die wissenschaftliche Verwendung des Begriffs ‚queer‘ unter anderem auf die Kritik an heteronormativen und repronormativen Wertvorstellungen, an hegemonialen Konzepten einer binären, dichotomen Geschlechterordnung, einer eindeutigen Identitätspolitik, biologistischen wie essentialistischen Identitätszuschreibungen, Sexualitäts- und Geschlechternormen, sowie an Institutionen und Denkformen, die hierarchisieren, determinieren und ausgrenzen.

Die Lehrveranstaltung ist als Ring-Vorlesung(-Übung mit prüfungsimmanentem Charakter) konzipiert, die von Grazer Mitgliedern der Arbeitsgruppe Queer STS und weiteren Gastlehrenden aus Klagenfurt und Wien im Auftrag der Alpen-Adria Universität Klagenfurt am Standort Graz veranstaltet wird. Die behandelnden und diskutierten Que(e)rschnitt|materien umfassen u.a. verschiedenste Technologiefelder (Informations- und Kommunikations-, Reproduktionstechnologien, etc.), Popkultur, Neurowissenschaften, Philosophie, Bildungswissenschaften, Ökologie und Umweltpsychologie.

Informationen zu Ablauf
Informationen zu Inhalt und Vortragenden
Anmeldung (UNIGRAZonline)

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30.3.2015

Aus der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle

Neuerscheinung: Band 24 der von Arno Bammé, emeritierter Prof. und Leiter der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, herausgegebenen Reihe: Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Arno Bammé (Hg.): Ferdinand Tönnies – Thomas Hobbes. Leben und Lehre. München, Wien: Profil 2014, 384 S.

Dass Thomas Hobbes heute international als ein zentraler Denker der europäischen Frühmoderne gilt, ist zweifellos das Verdienst von Ferdinand Tönnies. Er fand nicht nur die verschollen geglaubten Handschriften der „Elements of law natural and politic“, entdeckte einen bis dahin völlig unbekannten Text, den er „Short tract of first principles“ nannte, und förderte die Originalhandschrift des „Behemoth“ zutage, sondern stellte Fehler und Missverständnisse richtig, die, bis dahin unkorrigiert, immer wieder kolportiert worden waren. Und Tönnies war es vorbehalten, all diese Schriften nicht nur erstmals herauszugeben, sondern darüber hinaus die erste deutschsprachige und zugleich umfassendste Studie über Hobbes‘ Leben und Lehre vorzulegen. In ihr wurden im Prinzip alle Probleme der späteren Hobbes-Rezeption, wie sie von Strauss (1936), Warrender (1957), Macpherson (1962), Oakeshott (1975) oder Hood (1964) formuliert wurden, bereits vorweg genommen.

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16.3.2015

Neue Mitarbeiterin

Seit Februar 2015 ist Monica Racovita Mitarbeiterin am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Standort Graz und arbeitet am IFZ als Mitarbeiterin des Forschungsbereichs „Neue Biotechnologien“ in drei EU-Projekten mit: PreSto GMO ERA-NET (Preparatory steps towards a GMO research ERA-Net), G-TwYST (GMP Two Year Safety Testing) und GRACE (GMO Risk Assessment and Communication of Evidence).

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4.2.2015

Die Verflechtung von Wissenschaft und Popkultur

The Big Bang Theory - vor einigen Jahren wurde damit eine physikalische Hypothese zur Entstehung des Universums assoziiert, verbunden mit Namen von Physikern wie Albert Einstein und Stephen Hawking. Doch seit 2007 hat sich das Bild der Big Bang Theory in der Öffentlichkeit gewandelt. Nun werden damit wohl eher Leonard, Sheldon und Penny in Verbindung gebracht - die Charaktere einer US-amerikanischen Sitcom, die Leben und Leiden hochbegabter Physiker am California Institute of Technology in kurzweiliges Unterhaltungsformat bringt, mit guten Zuseherquoten weltweit. The Big Bang Theory ist ein Beispiel von vielen, die zeigen, wie populäre Auseinander- setzungen mit wissenschaftlichen Inhalten Rezeption und Verständnis von Wissenschaft in der Bevölkerung prägen.

Joachim Allgaier, Mitarbeiter am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, arbeitet seit einigen Jahren auch in Sachen Beziehung zwischen Wissenschaft und Popkultur. Bisher wurde diese noch wenig erforscht, „obwohl wir davon ausgehen müssen, dass das Verständnis von Wissenschaft stark durch Spielfilme, Serien, Spiele, Comics und Musik beeinflusst wird“, sagt der Soziologe und Medien- und Kommunikationsforscher.

Einige Medien nahmen nun einen gemeinsam mit Chun-Ju Huang (National Chung Cheng University, Taiwan) verfassten und in der Zeitschrift „Public Understanding of Science“ veröffentlichten Artikel „What Science are you singing? A study of the science image in the mainstream music of Taiwan“ zum Anlass, über seine Forschungen zur Frage, wie Wissenschaft in Mainstream-Popmusik vorkommt und inwiefern sich die Medien der Populärkultur für die Wissenschaftskommunikation eignen, zu berichten.

U. a. berichtete der Standard am 9. Jänner 2015 darüber: "Die Verflechtung von Wissenschaft und Popkultur"

Ein Interview mit Joachim Allgaier erschien am 25. Dezember 2014 auf science.orf.at: „The Big Bang Band Theory“

Ein weiteres Interview wurde am 16. Jänner 2015 im Deutschlandfunk gesendet: „Wissenschaft und Technik in der Popkultur?“ 

Die Studie wurde zudem auch international an verschiedenen Stellen aufgegriffen, u.a. auf der Homepage von Science Magazine: „Want to climb the pop music charts? Don’t put science in your lyrics“.

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23.1.2015

Energie - Interdisziplinäre Perspektiven auf eine knappe Ressource

Günter Getzinger, Horst Peter Groß (Hrsg.): Energie. Interdisziplinäre Perspektiven auf eine knappe Ressource. München, Wien: Profil 2014 (= KLAGENFURTER INTERDISZIPLINÄRES KOLLEG, Bd. 4), 202 S., € 29,80

Energie steht auf der Tagesordnung – in den Unternehmen, in Politik und Verwaltung und in den privaten Haushalten.

Vier interdisziplinäre zusammengesetzte Gruppen von Studierenden der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt | Wien | Graz hatten im Rahmen eines von der Kärntner Sparkasse finanzierten „Interdisziplinären Seminars“ die Gelegenheit, sich intensiv mit Aspekten dieses Themas zu befassen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind in diesem Band dokumentiert. Schwerpunkte sind:

- Smart Grid: Wie kann es technisch gelingen, das Stromnetz bei einer rasch steigenden Zahl stromeinspeisender Anlagen stabil zu halten und intelligent werden zu lassen?
- Photovoltaik: Wie sieht die zukünftige solare Energieversorgung Kärntens aus?
- CSR – Corporate Social Responsibility: Welche Widersprüche zwischen der Kommunikation und dem Tun von Unternehmen lassen sich erkennen?
- Energiearmut: Wie kann diese mit steigenden Energiepreisen einher gehende neue Armut verhindert werden?

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9.1.2015

Soziale Gerechtigkeit und Intersektionalität in der technologischen Zivilisation

Das vorliegende SOZIALE TECHNIK-Themenheft zu sozialer Gerechtigkeit und Intersektionalität entstand aus einer 2012 gegründeten IFZ-Arbeitsgruppe, deren Bestreben darin lag, die Entwicklung und Implementierung von Technologien in Verbindung mit den unterschiedlichen Formen sozialer Differenzierung zu diskutieren, wobei dies nicht durch die Betrachtung von einzelnen klassischen sozialwissenschaftlichen Variablen (z. B. Einkommen, Alter oder Geschlecht) erfolgen sollte. Der Begriff „soziale Gerechtigkeit“ versteht sich hierbei als eine kritische Perspektive, die die systematischen Benachteiligungen gesellschaftlicher Gruppen in sozio-technischen Prozessen in den Blick nimmt. Diese Betrachtung lässt sich präzisieren, indem sie sich nicht auf eine singuläre Kategorie sozialer Differenzierung beschränkt, sondern das Zusammenwirken unterschiedlicher Dimensionen, also deren Intersektionalität, berücksichtigt.

Im Verständnis der dieser Ausgabe zugrundeliegenden Perspektive haben Technologien somit zum einen das Potenzial, soziale Ungleichheiten, zum Beispiel hinsichtlich des Zuganges zu Informationen oder der Beteiligung an Aushandlungsprozessen, auszugleichen, wenn Entstehungszusammenhänge online einsehbar und diskutierbar sind. Zum anderen werden gesellschaftliche Gruppen an der Partizipation bei der Entwicklung oder Anwendung neuer Technologien ausgeschlossen (beispielsweise durch fehlende Barrierefreiheit). Die In- oder Exklusion in Entwicklungs- oder Anwendungsprozessen differenziert sich anhand sozialer Merkmale und gesellschaftlicher Machtverhältnisse. So können beispielsweise die ethnische oder soziale Herkunft, die sexuelle Orientierung oder das Alter einer Person in ihrem Zusammenspiel die Teilhabe an diesen Prozessen erschweren oder sogar verhindern, wie in den folgenden Beiträgen auch zu lesen ist.

Die zum zweiten Mal als eigenes Themenheft gestaltete neue Ausgabe der SOZIALEN TECHNIK präsentiert Beiträge, die die zuvor dargestellten Zusammenhänge und die soziale Vielschichtigkeit sozio-technischer Gestaltungsprozesse exemplarisch diskutieren und die Diskussion zu sozialer Gerechtigkeit und Intersektionalität bereichern soll.

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7.1.2015

Schöpfer der zweiten Natur – der Mensch im Anthropozän

Neuerscheinung: Arno Bammé (Hg.): Schöpfer der zweiten Natur. Der Mensch im Anthropozän. Marburg: Metropolis 2014, 230 S., € 24,80

Der geochronologische Begriff des Anthropozäns, des Menschenzeitalters, wurde von dem Nobelpreisträger für Chemie, Paul Crutzen, geprägt. Er wollte damit ausdrücken, dass die Menschheit selbst inzwischen zu einem geologischen Faktor geworden ist. Wenn vom Anthropozän in einem sozialwissenschaftlichen Sinne gesprochen wird, kann nur ein Soziotop als Weltgesellschaft gemeint sein, das sich heute auf dem Raumschiff „Erde“ zu konstituieren beginnt. Die Einheit dieser Weltgesellschaft wird durch Technologie hergestellt und sie wird technologisch geprägt sein.

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5.1.2015

Neuerscheinung, hrsg. von Arno Bammé: Sebald Rudolf Steinmetz: Soziologie des Krieges

Sebald Rudolf Steinmetz: Soziologie des Krieges. Hrsg. und mit einem Nachwort von Arno Bammé. Weimar: Metropolis 2014, Faksimile der Erstausgabe von 1929, 737 S., € 41,-

Alle Menschen möchten in Frieden leben. Und doch werden ständig Kriege geführt. Wie ist das möglich? Der Krieg ist eine der Elementarerscheinungen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens, unabhängig von Raum und Zeit. Merkwürdigerweise ist er nie zu einem Thema der Soziologie geworden. „Kriegsverdrängung“ und „Kriegsvergessenheit“ sind geradezu ein Charakteristikum moderner Sozialtheorien. SozialwissenschaftlerInnen haben, von Ausnahmen abgesehen, offensichtlich Schwierigkeiten, sich mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Erscheinungsbildern und Folgen von Kriegen und vergleichbaren Katastrophen zu befassen. SoziologInnen leben mehrheitlich in stabilen Welten, und „deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ihre Theorien den Zusammenbruch ganzer Systeme, den Ausbruch extremer Gewalt, das Umschlagen sozialer Verhältnisse in ein ganz Anderes nicht vorsehen und es als Ausnahme definieren, wenn es trotzdem geschieht.“ (Harald Welzer). Eine Ausnahme gibt es, noch kaum zur Kenntnis genommen oder längst wieder vergessen: Sebald Rudolf Steinmetz’ fundamentales Werk „Soziologie des Krieges“, 1929 erschienen und alsbald aus der fachwissenschaftlichen Diskussion verdrängt. Und das wurde jetzt von Arno Bammé, emeritierter Professor am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der AAU, neu herausgegeben.

Für Steinmetz ist der Krieg „eine der entsetzlichsten Erscheinungen der Menschheitsgeschichte“ und zugleich „eine große Kulturmacht“. Leidenschaftslos und mit Distanz analysiert er „den Krieg in seinen Ursachen, seiner Entwicklung und seinen Folgen“, um „seine Regelmäßigkeiten aufzudecken“. Dabei gilt ihm der erste Weltkrieg als „das bedeutendste Experiment, das je angestellt wurde, für die Prüfung aller Theorien und Auffassungen über den Krieg“.

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News-Beiträge von 2011 bis Dezember 2014 finden Sie im News-Archiv.

STS Conference Graz 2015

"Critical Issues in Science, Technology and Society Studies"
11. - 12. Mai 2015, Meerscheinschlössl, Graz

Die Proceedings sind nun online!

IAS-STS Fellowship Programme 2016/2017

Bewerbungen für das Fellowship Programme 2016/2017 sind bis 31. Dezember 2015 möglich!

DoktorandInnenkollegs

DoktorandInnenkolleg „Technik- und Wissen- schaftsforschung“ (DocSTS)

Informationen zum Kolleg
aktuelle LVs

DoktorandInnenkolleg „Life Long Learning (LLL)

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aktuelle LVs
 

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